Hintergrund

Warum ein Transcheck?

Unter Teenagern und jungen Erwachsenen haben Identitätsfragen seit dem Aufkommen von Smartphones, TikTok und Instagram deutlich zugenommen. Was sich dahinter verbirgt, ist oft etwas anderes als „trans zu sein“.

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Die Zahlen: Was ist seit 2010 passiert?

In den Niederlanden stieg die Zahl der Anmeldungen in Gender-Kliniken von wenigen Hundert pro Jahr im Jahr 2010 auf über zweitausend pro Jahr im Jahr 2022. Den größten Zuwachs verzeichneten Teenager-Mädchen. Vor 2010 lag das Verhältnis bei etwa 1:1 (Jungen und Mädchen); heute beträgt es 3:1, wobei Mädchen die Mehrheit bilden.

Das gleiche Muster sieht man auch in Großbritannien, Schweden, Finnland, Dänemark und den USA – ein explosionsartiger, ziemlich plötzlicher Anstieg bei Mädchen in der Pubertät, der etwa zu der Zeit begann, als das Smartphone in jeder Hosentasche verschwand.

Innerhalb weniger Jahre wurde „trans sein“ zu einer häufig zitierten Erklärung für die Gefühle von Teenagern, die sich anders, traurig, unwohl oder fehl am Platz fühlen. Für manche trifft das zu – für die meisten verbirgt sich hinter dieser Sprache jedoch etwas anderes.

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Einfluss sozialer Medien

Die Algorithmen von TikTok führen Nutzer innerhalb weniger Tage zu Inhalten über Transpersonen. Wer kurz hinsieht, sieht plötzlich Unmengen davon. Je mehr man über Geschlechtsidentitäten spricht, desto präsenter werden sie.

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Autismus und ADHS

Bis zu 35 % der jungen Menschen mit Geschlechtsdysphorie haben Autismus oder weisen autistische Züge auf. Bei Autismus fühlt sich der Körper oft fremd an; das Geschlecht wird dann zu einer Erklärung, wo es keine ist.

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Trauma

Mobbing, sexueller Missbrauch, Verluste oder Unsicherheiten in der Kindheit verändern die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Das ist eine Realität – und etwas anderes als Transsexualität.

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Depression und Angst

Wer sich elend fühlt, sucht nach einem Grund. „Ich bin im falschen Körper geboren“ ist eine Erklärung, die leicht zu akzeptieren ist. Doch eine Transition löst keine Depressionen.

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Essstörungen

Beide Störungen kreisen um Ekel vor dem eigenen Körper. Bei Mädchen mit Anorexie oder Bulimie ist die Überschneidung mit Geschlechtszweifeln signifikant. Die Frage ist, welche Störung der anderen zugrunde liegt.

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Identität suchen

Die Pubertät ist eine Zeit der Erkundung. Das ist kein Zufall – das ist beabsichtigt. Dein Gehirn entwickelt sich bis zum 25. Lebensjahr weiter. Nicht alles, was du jetzt denkst, wird dich später begleiten.

Cass Review (2024)

Im Vereinigten Königreich wurde die Situation der geschlechtsangleichenden Maßnahmen für Minderjährige vier Jahre lang untersucht. Dr. Hilary Cass kam zu dem Schluss: Die Forschung, auf der Pubertätsblocker und Hormone bei Kindern basieren, ist „bemerkenswert schwach“ – außerordentlich schwach.

Keine einzige randomisierte Studie. Keine Langzeitdaten. Kein Beweis dafür, dass Pubertätsblocker psychische Probleme verbessern oder „Zeit zum Nachdenken verschaffen“. 98 % derjenigen, die mit Pubertätsblockern beginnen, steigen später auf Hormone um – es ist keine Pause, sondern der erste Schritt.

Folge: Der britische Gesundheitsdienst NHS schloss die zentrale Klinik für Geschlechtsidentität bei Kindern (Tavistock). Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen hatten ihre Protokolle bereits zuvor verschärft – nur die Niederlande setzen die Behandlung länger auf dem andernorts angepassten Weg fort.

Warum gehst du nicht einfach zu einem Psychologen oder einer Gender-Klinik?

Es erscheint logisch, mit diesen Fragen einen Hausarzt oder Psychologen aufzusuchen. In der Praxis verläuft dieser Prozess jedoch oft einseitig: Der Hausarzt überweist an einen Psychologen, dieser wiederum an eine Genderklinik, und dort ist das Ergebnis weitgehend vorbestimmt – Affirmation, soziale Transition und letztlich häufig medizinische Maßnahmen.

Die Untersuchung anderer möglicher Ursachen gilt als „Gatekeeping“ und wurde in vielen Kliniken in den Niederlanden aus dem Behandlungsprotokoll gestrichen. Jungen Menschen mit Geschlechtsdysphorie wird selten gesagt: „Lassen Sie uns zuerst die Depression behandeln“ oder „Lassen Sie uns zuerst prüfen, ob dies auf ein Trauma oder Autismus zurückzuführen ist“.

Auch darüber mit Freunden oder in Online-Gruppen zu sprechen, führt meist zu nichts. Je mehr Worte man über seine Gefühle verliert, desto stärker werden sie. Die eigene Geschichte prägt die Identität, und die eigene Identität gibt den Weg vor.

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Was *wirklich* funktioniert – für jeden, unabhängig vom Ergebnis

Aus entwicklungspsychologischer Sicht ist die Pubertät eine Phase der Selbstfindung – das ist kein Zufall, sondern beabsichtigt. Deine Persönlichkeit wird durch dein Handeln geprägt, nicht durch das, was du über dich selbst sagst.

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Übung

buchstäblich jeden Tag etwas.

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Freunde im wirklichen Leben

nicht nur online

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Ein Job oder ein Teilzeitjob

Struktur und Eigenmittel

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Ein Hobby

wo dein Kopf herauskommt

📵

Weniger Bildschirmzeit

insbesondere Inhalte zum Thema Geschlecht

Etwas, worauf man sich freuen kann

Feiertag, Festival, Ziel

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